Grüß Gott meine Damen und Herrn, liebe Freunde der Monarchie. Möchte mich wieder herzlich für die Einladung zur Generalversammlung der Koruna Ceska bedanken und für die Ehre, hier in Prag sein zu dürfen, wo auch die Familie meines Großvaters herkommt. Mein Name ist Nicole Fara, mein Mädchenname übrigens Kollin – nach der tschechischen, historisch bedeutenden Stadt - und ich bin die Präsidentin der Schwarz Gelben Allianz, der Monarchisten in Österreich. Wir verstehen uns als politischer Verein mit dem Ziel, die Staatsform in Österreich auf demokratischen Weg in eine Monarchie zu verändern.

Das Jahr 2019 war auch in Österreich geprägt von Gedenkveranstaltungen zu 100 Jahre Pariser Vororte Verträge. Dies war auch das Thema der Schwarz-Gelbe Allianz für den II. Europäischen Monarchistenkongress, der am 9.11. in Wien im ehemaligen Gästehaus von Kaiser Franz Joseph – das Parkhotel Schönbrunn - stattfand.

Bei den Medien war es besonders heuer im Sommer dass uns das Schweizer Fernsehen überraschte. SFR brachte einen Beitrag von den Kaisertagen in Bad Ischl und interviewte mich an unserem Info Tisch zum Thema Monarchie in Österreich und den stattfindenden Nationalratswahlen Ende September. Sie bedauerten, dass die Schwarz-Gelbe Allianz an den Wahlen diesmal nicht teilnahm. Sie hätten uns sonst die ganze Wahlzeit begleitet. Ansonsten gab es Unerfreuliches zum Thema Adelsaufhebungsgesetz, in Österreich werden zur Zeit besonders die Kleinadeligen ihrer vons beschnitten, wofür sie in der Monarchie ein ganzes Leben lang als treue Beamte dem Kaiser dienten und statt einer stattlichen Abfindung eine erbliche Adelsbezeichnung in Form eines vons erhielten. Es sollten nur wenige Jahre vergehen bis 1919 unter anderem das Adelsaufhebungsgesetz diesen braven und treuen Österreichern den Lohn ihres ganzen Lebens wegnahm und bis zum heutigen Tage exekutiert wird, was noch irgendwo auf Dokumenten auftaucht. Nichtsdestotrotz scheint übrigens im Vereinsregister bei uns, der Schwarz-Gelben Allianz, unser Schriftführer Graf Peter zu Stolberg-Stolberg mit seinem Adelstitel auf. Lediglich das „zu“ haben sie ihm aberkannt. Die Schwarz-Gelbe Allianz setzt sich daher auch dafür ein, dass diese Gesetze aus 1919 zu Recht wieder verschwinden.

Am Monarchistenkongress im November referierten darüber Graf Peter zu Stolberg-Stolberg mit seinem Arbeitstitel: „Die Diskriminierung des Adels – wo bleiben deren Menschenrechte“ und Erzherzog Ulrich von Habsburg-Lothringen, der über den Witwen- und Waisenfonds von 1919 ganz richtig erzählte, dass hier biologisch gar keine Nutznießer mehr vorhanden sein können. Der Fonds wirft aber immer noch Millionen pro Jahr an Rendite ab und er fragt sich, wo das Geld hinfließt. Zur Information: Der Witwen- und Waisenfonds wurde als Wiedergutmachung für die Bevölkerung nach dem 1. Weltkrieg aus dem Privatvermögen der Habsburger gegründet.

Zum eigentlichen Thema: 100 Jahre Pariser Vororte Verträge referierte der Historiker Univ. Prof. Dr. Lothar Höbelt über St.Germain und den Unsinn der Zerstückelung Österreich-Ungarns in viele kleine Vielvölkerstaaten, Dr. Wedrac über den Verkauf von Südtirol an Italien durch die Entente und Dr. Klestenitz über die Tragik von Trianon. Der Ungarische Botschafter Andor Nagy überraschte uns mit einer Grußbotschaft. Er konnte leider aus terminlichen Gründen persönlich nicht teilnehmen.

Zahlreiche monarchistische Vereinigungen aus Europa, wie Bulgarien, Rumänien, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Polen, Deutschland, Amerika und heuer auch erstmals Russland waren gekommen und zählten Probleme sowie auch Chancen in ihren Ländern auf, das monarchistische Gedankengut politisch wieder zu etablieren.

Die Idee einer europäischen Dachorganisation der Monarchisten wurde ebenfalls wieder diskutiert und wird schön langsam eines der Ziele der Europäischen Kongresse. Nächstes Jahr wird es wieder im November einen Kongress geben, am Thema arbeiten wir gerade.

Heuer waren wir wieder, wie jedes Jahr, am Marsch für die Monarchie am 28. Oktober dabei. Wir wollen aber ab dem nächsten Jahr mehr und enger mit der Koruna Ceska arbeiten und eine weitere gemeinsame Veranstaltung organisieren. Freuen wir uns auf zukünftige gemeinsame Projekte.

Viritus Unitis!

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit

Nicole Fara, Obfrau der Schwarz-gelben Allianz

 

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